Mittwoch, 2. Oktober 2013

Informationsschrift für gute Ehefrauen


Es ist noch kein perfekter Ehemann vom Himmel gefallen. Für eine lange, zufriedenstellende Ehe ist es notwendig, dass Ihr Mann sowohl im Beruf erfolgreich als auch im Haushalt hilfreich und am besten in allen Lebenslagen funktionsfähig ist. Damit ihr Mann der perfekte Mann wird, ist einiges an Erziehungsarbeit nötig. Im Folgenden nun unsere

Erziehungsempfehlungen

– verfasst vom Deutschen Fachverband für die Entwicklung und Förderung guter Ehemänner DFEFGE (bestehend aus erfahrenen Ehefrauen, Arbeitgebern und Experten für Erwachsenenpädagogik) –

Unsere Empfehlungen als Grundsätze zur Erziehungsarbeit

Herr X kommt morgens unausgeschlafen ins Büro. Er ist müde, unkonzentriert und schlecht gelaunt. Seine Arbeitskollegen werden gestört und abgelenkt.

Herr Y fehlt ein regelmäßiger Tagesablauf. Am Arbeitsplatz kann er sich schlecht an Regeln halten. Das Arbeitsgruppenklima ist gestört.

Herr Z sieht zuhause viele und nicht für einen guten Ehemann geeignete Filme. Er ist zappelig und verhält sich seinen Mitmenschen gegenüber aggressiv.

Mit diesen Beispielen sind Firmen häufig konfrontiert.


1. Gemeinsame Verantwortung

An den wenigen Beispielen wird bereits deutlich: Frauen sind in ihrem Erziehungsverhalten nicht nur für den eigenen Ehemann, sondern für den Berufserfolg anderer Menschen mitverantwortlich.

2. Eine gute Vorbereitung beginnt bereits am Vortag

Zur Orientierung:
-          Ist die Aktentasche ordentlich gepackt?
-          Sind alle Arbeitsblätter abgeheftet?
-          Sind die zu Hause zu erledigende Arbeit, das Etui mit gespitzten Stiften, alle notwendigen Unterlagen eingepackt?
-          Welche besonderen Arbeitsanforderungen stehen für den kommenden Tag an?
-          Werden hierfür besondere Dinge benötigt?
Die Hilfe der Ehefrauen sollte hier nach und nach reduziert werden, um die Selbständigkeit des Mannes zu fördern.

3. Sinnvoller Medienkonsum

Viele Frauen fragen sich, wie sie ihre Männer zu einem sinnvollen Umgang mit den zahlreichen Medien unserer Zeit (Fernsehen, Computer, Videospiele etc.) anleiten können. Es gibt hierzu sehr unterschiedliche Meinungen. Wir vom DFEFGE sehen aber folgende Grundsätze als wichtig an:
Wann und wie lange?
Beachten Sie bitte das Verhältnis von Bewegungszeit zur Dauer des Medienkonsums. In der Zeit vor dem Zubettgehen sollten Sie Ihrem Mann die Möglichkeit geben, zur Ruhe zu kommen (Rituale sind hier sinnvoll) und die emotionalen Erlebnisse des Tages zu verarbeiten. Medienkonsum verhindert dies und führt häufig zu Leistungs- und Verhaltensproblemen.
Was?
Generell empfehlen wir, nur solche Filme/Video- und Computerspiele ansehen/spielen zu lassen, die entsprechend dem Alter Ihres Mannes angemessen sind.
Wie?
Lassen Sie Ihren Mann möglichst niemals allein fernsehen. Oft kann es hilfreich sein, mit Ihrem Mann über das Gesehene zu sprechen.

4. Schlaf, Erholung und Gesundheit

Nur ein ausgeschlafener, erholter und gesunder Mann ist den Anforderungen des Berufsalltags, insbesondere den Anforderungen an Aufmerksamkeit und Konzentration, gewachsen.
22.00 Uhr bis spätestens 23.00 Uhr wird von uns als ein allgemeiner Richtwert für die Zubettgehzeit empfohlen.

5. Frühstück

Ein erfolgreicher Arbeitstag beginnt mit einem ausreichenden Frühstück zu Hause. Räumen Sie Ihrem Mann hierfür und für die anschließende Toilette mit Zähneputzen genügend Zeit ein. Auch im Büro benötigt Ihr Mann ein gutes Frühstück. Packen Sie Ihrem Mann jeden Tag ein Brot, etwas Obst oder Gemüse und ausreichend zu trinken (Tee, Saft ohne Zucker) ein. Kaffee gehört nur in Maßen, Süßigkeiten, zuckerhaltige Getränke, Nikotin und Alkohol gehören nicht in den Arbeitsalltag des Mannes.

6. Zu Hause zu erledigende Arbeit

Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihr Mann zur Erledigung der Arbeit, die er mit nach Hause bringt, ausreichend Zeit und Ruhe hat. Eine feste Zeit zur Erledigung der zu Hause zu erledigende Arbeit gewöhnt Ihren Mann zusätzlich an einen strukturierten Tagesablauf. Bitte bedenken Sie dies bei der Freizeitplanung.
Motivieren Sie Ihren Mann, die Arbeit so gut und so sorgfältig anzufertigen, wie er es vermag. Auch wenn es das Ziel ist, dass Ihr Mann die zu Hause zu erledigende Arbeit selbstständig erledigt, sollten Sie Ihrem Mann bei Fragen und Problemen helfen.

7. Ordnung

Denken Sie bitte daran, dass Ordnung und Vollständigkeit der Arbeitsmaterialien (Aktentasche etc.) Ihrem Mann helfen, den Überblick zu behalten und gute Erfolge zu erzielen.

8. Der Weg zur Arbeit

Den Weg zum Arbeitsplatz oder zur Bushaltestelle sollte Ihr Mann möglichst ab seiner 3. Arbeitswoche, spätestens ab seiner 12. Arbeitswoche selbst bewältigen. Dies ist für das Selbstbewusstsein Ihres Mannes und den Status innerhalb seiner Firma von großer Bedeutung.
Es wäre gut, Fahrgemeinschaften zu gründen.

9. Freizeitgestaltung

Auch die häusliche Freizeitgestaltung liefert einen großen Beitrag zum Berufserfolg. Leiten Sie Ihren Mann zu einer selbstbestimmten, aktiven Freizeitgestaltung an. Es wäre gut, wenn Ihr Mann sich möglichst oft im Freien aufhalten, viel Sport treiben und sich dabei so richtig verausgaben würde.
Auch Vereine bieten bei regelmäßiger Teilnahme Möglichkeiten zur Förderung der sozialen, musischen und motorischen Fähigkeiten. Aber auch hier ist weniger mehr, denn berufstätige Männer haben oft schon einen vollen Terminkalender. Achten Sie bitte darauf, dass Ihrem Mann noch ausreichend Zeit für freigewählte Aktivitäten bleibt.

10. Häusliche Lernunterstützung

Sie müssen Ihrem Mann keine „Lehrerin“ oder „Erzieherin“ sein, doch können Sie die erzieherischen Bemühungen und den Erfolg im Beruf maßgeblich durch einfache Dinge unterstützen. Ein paar Tipps wollen wir hier nennen:
·         Seien Sie Ihrem Mann ein gutes Vorbild! Wenn Sie gerne aufräumen, kochen, putzen und Wäsche waschen, wird es häufig Ihr Mann auch tun. Tun Sie diese Tätigkeiten regelmäßig mit Ihrem Mann gemeinsam (z.B. abwechselnd) oder bitten Sie ihn, ihm dabei zuschauen zu dürfen.
·         Nutzen Sie die beginnenden Haushaltskompetenzen Ihres Mannes und machen Sie ihm mittels einfacher Briefe, Mitteilungen oder Einkaufszettel immer wieder auf kleine Aufgaben aufmerksam. Wenn Ihr Mann von selbst mit Haushaltstätigkeiten beginnt, fördern Sie dies. Achten Sie zu Anfang nicht darauf, dass nicht alles perfekt ist, er wird die Hausarbeit zu seiner Zeit und in seinem Tempo perfektionieren.
·         Nutzen Sie den Alltag für einfache Gespräche, z.B. beim Einkaufen, Autofahren oder Essen. Interessieren Sie sich für die Themen und Fragen Ihres Mannes, für seine Probleme am Arbeitsplatz, lassen Sie aber zunehmend Ihren Mann selbst nach den Lösungen suchen.
·         Helfen Sie Ihrem Mann bei der Ausführung aller lebenspraktischen Tätigkeiten. Hierzu gehört, wie gesagt, auch die Wahrnehmung von Pflichten, die jeder Mann im eigenen Haushalt haben sollte.

11. Sprache

Die Sprache ist für Ihren Mann das wichtigste Mittel, sich mit Ihnen und anderen Mitmenschen zu verständigen. Sie sollten Ihre Vorbildfunktion nicht unterschätzen. …
Achten Sie bitte im Interesse Ihres Mannes und der anderen Menschen auf einen gepflegten, freundlichen und von gegenseitigem Respekt geprägten Umgang miteinander. Hierzu gehören ebenso „Bitte“, „Danke“ und das Grüßen.

12. Konsequentes und gewaltfreies Erziehungsverhalten

Wir erleben immer wieder, dass es für viele Ehemänner normal wird, wenn ihre Frauen Ihnen alles drei-, vier- oder fünfmal sagen. Unter konsequentem Erziehungsverhalten verstehen wir einen emotional warmen und gefühlvollen Umgang.
Erstellen Sie mit Ihrem Mann gemeinsam feste Regeln, auf deren Einhaltung Sie bestehen sollten!
Vermeiden Sie in Ihrem Verhalten jegliche Formen von Gewalt. Gewalt erzeugt neue Gewalt, die dann an Schwächere weitergegeben wird. Machen Sie Ihrem Mann immer wieder deutlich, dass andere Menschen in Ihrer Körperlichkeit und Psyche nicht angegriffen werden dürfen!
Hier gibt es klare Grenzen – auch am Arbeitsplatz!


Hausordnung am Arbeitsplatz

Ich will mich an meinem Arbeitsplatz wohlfühlen. Dazu muss auch ich meinen Beitrag leisten, indem ich mich freundlich, hilfsbereit, zuvorkommend verhalte.

Ein altes Sprichwort sagt: „Was du nicht willst, was man dir tu‘, das füg‘ auch keinem andern zu!“ Damit steht fest, nämlich:
1. Ich möchte nicht geärgert, geschubst, gehänselt, mit Wörtern beschimpft oder gemobbt werden. Also: tue ich es auch nicht bei anderen, auch nicht aus „Spaß“. 
2. Im Bürogebäude bin ich leise, renne und drängele nicht (letzteres gilt insbesondere in der Kantine). 
3. Vor Beginn der Arbeitszeit und während der Pause halte ich mich nicht unerlaubt im Büro auf (Toiletten sind kein Aufenthaltsort!). 
4. Wenn ich Hilfe brauche, wende ich mich an meine KollegInnen oder meinen Chef. 
5. Absolut verboten:
o   Alkohol und Zigaretten
o   die Benutzung von Handys, MP3- und CD-Playern etc. während der Arbeitszeit.
6. Ich komme pünktlich zur Arbeit, auch nach der Pause. 
7. Ich behandle alle Dinge sorgfältig, egal ob sie mir, meinen Kollegen oder der Firma gehören. 
8. Werkzeuge oder Arbeitsmaterialien räume ich nach der Benutzung wieder ordentlich an ihren Platz.
9. Ich befolge die Anweisungen aller Vorgesetzten und der in der Firma Tätigen (Sekretärin, Hausmeister, Reinigungskraft). 
10. Alle sollen sich in unserer Firma wohl fühlen. Deshalb halte ich die Regeln ein.


Deutscher Fachverband für die Entwicklung 
und Förderung guter Ehemänner im Jahr 2013

Kommentare:

  1. So albern es einem auch vorkommt, traurigerweise musste ich bei einzelnen Stellen an Situationen in meinem Bekanntenkreis denken...

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  2. Aus 2013? Ich hätte das in den 60er Jahren angesiedelt. Unglaublich!

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  3. WUNDERBAR! :)) Der Text ist von dir?

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