Samstag, 16. Dezember 2017

„Mütter gegen Schulnot“ & eine erfolgreiche Schulverweigerung


Diese Geschichte habe ich vor fünf Jahren erstmals in diesem Blog veröffentlicht, sie ist mittlerweile nun 30 Jahre her(!), klingt jedoch mehr denn je wie eine Geschichte von heute. Die "Protagonisten" hatten schon damals ganz wesentliche und entscheidende Erkenntnisse aus ihren Erfahrungen gewinnen können. Was ist seitdem geschehen und wie wird es weitergehen ...?

Im Jahr 1987 rief Christine Simon die Initiative „Mütter gegen Schulnot“ aus privatem Anlass ins Leben: sie fragte sich eines Tages beim täglichen Anblick ihres Sohnes Tilmann, der mit Kopf- und Bauchschmerzen aus der Schule heimkehrte, warum sie es täglich hinnehmen und zusehen müsse, „wie die Schule etwas offenbar Wesentliches in unseren Kindern zerstört“[1].

Samstag, 2. Dezember 2017

Der Familien Online Business Kongress in einem Wort: Äußerstinspirierend!

Die Landschaft der Online-Kongresse erblüht schon eine ganze Weile. Beim Familien Online Business Kongress* von Lena und Michael Busch nun war es mir zum ersten Mal möglich, wirklich viele Interviews anzuschauen oder zu hören - diese Begleitung über 14 Tage hinweg war schon ein intensives Erlebnis an sich. Und zu einer Erkenntnis bin ich (die eindeutig dafür plädiert, dass jeder junge Mensch eine freie und selbstbestimmte Wahl seines eigenen Bildungsweges treffen dürfen muss) nun zum Ende hin gekommen:

In Form des Online Business scheint der Welt ein Berufsfeld eröffnet zu sein, welches unser derzeitiges "Bildungs"System mehr denn je in Frage stellt und ad absurdum führt. Beim Online Business geht es entgegen der Normen um Selbstbestimmtheit, Freiheit, persönliche Entfaltung, um die eigenen Stärken, ums Kreativsein, um Kooperation und Austausch, um Vielfalt und ums Teilen

Samstag, 25. November 2017

"Wir sind in Schulnot!" oder "Hilfe, mein Kind will nicht (mehr) zur Schule gehen!"

"Wir sind in Schulnot!"


Viele Familien, vermutlich sogar die meisten, erfahren Nöte rund um die Schule, die sehr vielfältig sein können. In der kinderpsychiatrischen und -psychologischen Praxis, in welcher ich als Psychologin einige Jahre lang gearbeitet habe, hatte der entscheidend größte Teil an Familien, die ihren Nachwuchs dort vorstellten, Sorgen im Zusammenhang mit der Schule.

Aus meinen vielen Erfahrungen heraus empfehle ich Müttern und Vätern:

Mittwoch, 22. November 2017

Mobbing - nur ein Missverständnis?


Eine erste systemische Annäherung an ein bedeutsames Phänomen 

 





(dieser Artikel ist neben einigen anderen erschienen in meinem Buch  


 


Neulich fragte die Leiterin einer Kindertagesstätte, in deren Team ich eine Weiterbildung zum Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung veranstaltete: „Wieso machen wir denn eigentlich diese Schulungen, wenn doch die Rahmenbedingungen in unseren Einrichtungen Kindeswohlgefährdung begünstigen?“

Sonntag, 18. Mai 2014

"Wie die Angst Eltern zu Verfolgern ihrer Kinder werden lässt"

Einige Anmerkungen zum ewigen Kreislauf der Erziehung

Diesen Titel und Untertitel trägt ein Essay des Soziologen Hans-Eckbert Treu (die hier zitierten Passagen sind kursiv gehalten). 


Eltern als Verfolger ihrer Kinder?
Laut Hans-Eckbert Treu ist die Liebe des Menschen zu seinem Nachwuchs ein Grundantrieb menschlichen Verhaltens:

Freitag, 15. November 2013

Die grundlegendste aller Freiheiten ist die Freiheit, etwas abbrechen und weggehen zu können

Über ein elementares Recht, das andere Rechte erst möglich macht

 
Prof. Dr. Peter Gray


Schulen werden nur dann zu ethisch vertretbaren (Bildungs-)Einrichtungen werden, wenn Kinder die Freiheit haben, sie zu verlassen.
Wir denken an Menschenrechte gerne in bejahenden Begriffen, daher sprechen wir zumeist von unseren Rechten, dem näher zu kommen, was wir erreichen wollen: Wahlrecht, Versammlungsfreiheit, freie Meinungsäußerung und die Wahl unseres persönlichen Wegs zum Glücklichsein. Ich behaupte allerdings, das elementarste Recht – das Recht, welches alle anderen Rechte erst möglich macht – ist das Recht, etwas abzubrechen oder aufzugeben.

Freitag, 26. Juli 2013

Yaacov Hecht: "Was ist demokratische Bildung?"

Yaacov Hecht spricht in diesem Video über "democratic education" und ich halte das, was er uns verdeutlicht für so wesentlich, dass ich mir erlaubt habe, es ins Deutsche zu übersetzen. Es erscheint mir von Bedeutung, zur Vermeidung von Missverständnissen darauf hinzuweisen, dass es bei „democratic education“ nicht um „Demokratische Schulen“ oder eine „Demokratisierung“ von Schulen geht und gehen kann; ebensowenig darum, aus Schulen „Orte demokratischer Bildung“ zu machen.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Co-Sleeping - Die meisten Kinder auf der Welt schlafen nicht allein

Als ich dieses kleine, sehr liebevoll gestaltete Filmchen sah, dachte ich sofort: Jaaa, ganz genau so ist es!

 

Samstag, 22. September 2012

Gewalt - Warum so tun, als gäbe es hier eine Debatte?

Am 9. Juli 2012 veröffentlichte die Kolumnistin Lisa Belkin in The Huffington Post einen Artikel mit dem Titel: "Why Does Everyone Pretend There's A 'Spanking Debate'?" - Warum tun alle so, als gäbe es eine "Debatte" zum Thema Schlagen?

Am selben Tag verlas der Kanadier Stefan Molyneux diesen Beitrag auf Freedomain Radio ("the largest and most popular philosophy show on the web"). Ich halte die Kernaussage dieses Artikels für ungemein wichtig und relevant, daher habe ich mir erlaubt, ihn hier zu übersetzen. 

Mittwoch, 5. September 2012

Wie wir unsere Kinder zur Gewalt erziehen

Marshall Rosenberg, der "Vater" des Konzepts der Gewaltfreien Kommunikation (GfK), erklärt in diesem Video-Ausschnitt aus einem seiner Workshops, wie wir unsere Kinder dazu erziehen, gewalttätig zu sein.

Samstag, 22. Oktober 2011

Stellenanzeige

Wir bieten:
9-13 Jahre Vollzeitjob
Vergütung: unbezahlt
wöchentliche Arbeitsstunden in Großraumbüro: 20-35 (sukzessive Steigerung), als zusätzliches Engagement werden mindestens 30 Min. Überstunden täglich erwartet
Tätigkeit sitzend, vorgegebener Zeitplan im 45-Minuten-Takt (Essenspausen klar geregelt, Toilettenpausen nach Absprache)
Aufgabenfeld: vorgegeben nach festem Plan, übereinstimmend mit dem Ihrer Kollegen (ungefragter Austausch während der Arbeitszeiten untersagt)
Am Ende ein Arbeitszeugnis (wir übernehmen keine Garantie für dessen Nutzen)

Sonntag, 14. August 2011

Das Lied des Lebens

Der britische Anthropologe Colin Turnbull berichtet in seinem Buch The Human Cycle von einem schönen Brauch der Mbuti-Pygmäen im Congo.

Jede schwangere Frau komponiert für ihr ungeborenes Kind ein Lied. 
Niemand anders als die Mutter singt dieses Lied für niemand anderen als das Kind. 
Sie singt es dem Kind vor, während es noch in ihrem Bauch ist. 
Sie singt es dem Neugeborenen vor, wenn es an ihre Brust gelegt wird. 
Sie singt es immer dann, wenn das Kind Trost braucht.
Bei den Mbuti wird jeder Mensch mit einem Lied geboren.